„Haben wir da einen Fehler gemacht“?
Wer billig kauft, kauft meist zweimal!
Nach diversen Meldungen der letzten Tage hat es bei einem großen Bauvorhaben in der Region massive Probleme mit der Baufirma gegeben, was zur Vertragsauflösung bis hin zu einem Baustellen-Betretungsverbot führte. Wie bei Bauvorhaben der öffentlichen Hand üblich, wurde europaweit ausgeschrieben. Der billigste Bieter erhielt den Auftrag, in diesem Fall der angeblich größte europäische Baukonzern. Um gewinnbringend oder wenigstens kostendeckend zu arbeiten, werden offenbar intern bei Termintreue, Qualität der Planung, Arbeitsvorbereitung bzw. Bauausführung Abstriche gemacht. Der Bauherr hat auch nur scheinbar einen Vorteil mit dem Billiganbieter, wenn die Leistung zu spät und mit qualitativen Abstrichen fertiggestellt wird.
Nun soll per Neuausschreibung eine neue Baufirma gefunden werden, die einerseits den ursprünglichen Fertigstellungstermin garantieren und andererseits die Mängel beheben soll. Ob es unter diesen Voraussetzungen überhaupt Gebote geben wird und zu welchem Preis, wird man sehen.
Übrigens: soeben wurden die Verträge zum Neubau der Weidener Realschule unterzeichnet – mit demselben Baukonzern, von welchem soeben berichtet wurde.
Man darf gespannt sein, wie sich das Geschehen weiter entwickeln wird – wir bleiben für Euch dran an dem Thema.
Quellen:
Pfusch am Bau: https://www.onetz.de/oberpfalz/pfreimd/wegen-pfusch-verzoegerungen-tennet-wirft-sued-ost-link-baufirma-raus-id5273767.html
Realschulneubau:
https://www.onetz.de/oberpfalz/weiden-oberpfalz/neubau-weidener-realschulen-vertrag-offiziell-unterzeichnet-id5273743.html