AfD wirkt! Weiden ist Bunt erhält keine Spende
AfD wirkt und plötzlich wird hektisch nachgebessert.
In der Berichterstattung von Onetz zur OB-Podiumsdiskussion wird die Absage unseres Bürgermeisterkandidaten erwähnt, die Gründe dafür bleiben jedoch unerwähnt.
Genau diese Gründe sind aber entscheidend, um die Veranstaltung korrekt einzuordnen.
Die Faktenlage ist inzwischen eindeutig:
Die Veranstaltung ist ausverkauft, gleichzeitig überträgt Oberpfalz-Medien die Diskussion per Livestream.
Öffentlicher Druck wirkt, allerdings erst im Nachhinein.
Besonders aufschlussreich ist der plötzliche Wechsel des Spendenempfängers:
Ursprünglich sollten die Eintrittseinnahmen an den Verein Weiden ist bunt gehen. Ein Verein, der sich offen politisch positioniert, der klar gegen die AfD auftritt und in dessen Vorstand aktive Kommunalpolitiker, Stadträte und Kandidaten sitzen, die selbst auf dem Podium vertreten sind oder zur Wahl stehen.
Das ist vielleicht formal zulässig.
Es hat aber ein deutliches „Gschmäckle“.
Nachdem diese Konstellation öffentlich kritisiert wurde, war der Verein plötzlich „nicht mehr in der Lage“, die Spende anzunehmen. Stattdessen geht das Geld nun an das Magische Projekt.
Ein ehrenwertes Projekt, keine Frage.
Aber der zeitliche Zusammenhang ist auffällig: Erst die öffentliche Kritik, dann der Rückzug.
Fadenscheinig? Ja.
Ein Erfolg öffentlicher Aufmerksamkeit? Ebenfalls ja.
Doch das Kernproblem bleibt bestehen:
– Zugang zur Diskussion nur gegen Eintritt – Abonnenten erhalten vergünstigten Eintritt.
– keine offenen Publikumsfragen.
– Fragen ausschließlich vorab per Mail oder Instagram.
– redaktionelle Vorauswahl.
– und ursprünglich eine finanzielle Verbindung zu einem politisch aktiven Umfeld mit eigenen Kandidaten.
Das ist keine neutrale Bühne!
Das ist eine gesteuerte Veranstaltung mit klaren Rahmenbedingungen, die eine echte, offene Debatte verhindern.
Hier entsteht bewusst eine Zwangslage:
Wer teilnimmt, legitimiert diese Regeln.
Wer nicht teilnimmt, wird öffentlich als „diskussionsscheu“ dargestellt.
Unser Bürgermeisterkandidat hat sich deshalb konsequent gegen eine Teilnahme entschieden.
Nicht aus Angst vor Kritik.
Nicht aus Bequemlichkeit.
Sondern weil Demokratie keine Eintrittskarte, keinen Filter und keine parteinahen Kassen kennen darf.
Man muss die AfD nicht mögen.
Man muss sie auch nicht wählen.
Aber Demokratie gilt entweder für alle oder sie ist nichts weiter als Kulisse.
Vielleicht sollte man weniger darüber diskutieren, wer nicht teilnimmt.
Und mehr darüber, warum dieses Format offenbar nur unter öffentlichem Druck korrigiert wurde.