Ferdinand Adam – Warum ich unter diesen Voraussetzungen nicht an der Onetz-Podiumsdiskussion teilnehmen werde
Warum ich unter diesen Voraussetzungen nicht an der Onetz-Podiumsdiskussion am 3. Februar teilnehmen werde – und zwar nicht aus „Bequemlichkeit“ oder „Angst“ vor den politischen Mitbewerbern, sondern aus Prinzip.
Eine Podiumsdiskussion sollte für jeden Wähler gleichermaßen frei zugänglich sein. Eine Ungleichbehandlung von Abonnenten und Nichtabonnenten in solch einem Zug empfinde ich als unangemessen und undemokratisch.
Zudem: Wer nicht zahlt, bleibt draußen. Und das für die Meinungsbildung zu freien Wahlen. Das geht einfach nicht!
Dazu kommt: Fragen werden vorab gesammelt und ausgewählt. Nach welchem Muster? Wer garantiert, dass nicht einzelne Fragen vorab an Teilnehmer rausgehen? Und was ist mit Leuten ohne E-Mail, Internet oder Social Media – die können praktisch gar nicht fragen. Es muss in einer Demokratie möglich sein, dass jeder Fragen stellen darf und dass diese nicht vorausgewählt werden.
Besonders schräg: Laut Onetz sollte der Erlös erst an „Weiden ist bunt“ gehen, einem erklärten AfD-Gegner, in dessen Vorstandschaft selbst Bewerber um das Oberbürgermeisteramt sind. Gut, jetzt ist es zwar einer weniger, aber das ändert nichts. Weiterhin sind dort mehrere Vertreter anderer Parteien im Vorstand, welche als Stadtrat kandidieren – jetzt ans „Magische Projekt“. Dieser Wechsel wirft Fragen auf, statt Vertrauen zu schaffen.
Ich stehe für offenen, fairen Austausch ohne Eintrittshürde und ohne Frage-Filter.
Die Veranstaltung von Onetz ist meiner Auffassung nach ausgrenzend.
Deshalb: keine Teilnahme. Wer Debatte will, macht sie wirklich bürgernah – nicht hinter Kasse, Vorauswahl, Ausgrenzung oder zweifelhaften Spenden.